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25-jährige Jubiläum


Aufbau- und Pionierarbeit geleistet


Ortsverband der Freien Wähler feiert 25-jähriges Bestehen – Mitglieder geehrt
Pfeffenhausen. Mit rund 70 Gästen, darunter MdL Hubert Aiwanger und Landrat Peter Dreier, feierten die Freien Wähler am Freitag ihr 25-jähriges Bestehen. Die Feier fand im zwanglosen Ambiente bei Ehrenmitglied Georg Ehner in Egglhausen statt. 23 Gründungsmitglieder hoben im November 1988 den Ortsverband aus der Taufe. Im Zuge der Vorbereitung der Kommunalwahl einigte sich der Ortsverband, das Jubiläum mit Mitgliederehrung im Sommer nachzuholen.


Aiwanger, Dreier Ortsvorsitzender Martin Gebendorfer und seine Stellvertreterin Christa Popp zeichneten die Gründungsmitglieder und langjährigen Mitglieder mit der Ehrennadel in Gold aus. Seit 25 Jahren halten Andreas Kindsmüller, Markus Angler, Hans Scharf, Manuela Eichenseher und Hildegard Hoffmann den FW die Treue, ebenso wie Renate und Kurt Leopold. Gründungsmitglieder waren Georg Sperger, Anton Kindsmüller, Erich Hoffmann und Karl Dengler. Ehren- und Gründungsmitglied Georg Ehner erhielt die Ehrennadel in Platin, die höchste Auszeichnung der Freien Wähler.




Christa Popp blickte auf den Werdegang des Ortsverbandes zurück. Nachdem bereits ab 1972 die ersten Mandatsträger für die Freien Wähler in den Gemeinderat eingezogen waren, erfolgte 1988 die offizielle Gründung. Zum Vorsitzenden wurde Franz Dürrmeier gewählt. Bis 2014 folgten ihm Werner Leipold, Christa Popp, Georg Thoma und Martin Gebendorfer in diesem Amt nach. In den 25 Jahren seines Bestehens zeigte sich der Ortsverband politisch und gesellschaftlich sehr aktiv. Es waren die Freien Wähler, die mit Christa Popp 1990 erstmals eine Frau als Gemeinderätin stellten. Mit Reinhard Angler (1984), Georg Ehner (1990) und Christa Popp (2008 und 2014) schickte der Ortsverband zudem Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. „Selbst verwalten – Heimat gestalten“ lautete 1996 das Motto der FW im Kommunalwahlkampf, was bis heute einer der Grundsätze der Gruppierung ist. 2004 wurde Martin Weiß zum Ehrenmitglied ernannt, 2010 Georg Ehner. Die Freien Wähler Pfeffenhausen zählen derzeit 84 Mitglieder.


Hubert Aiwanger dankte dem Ortsverband für seine Aufbauleistung und Pionierarbeit in den 25 Jahren. Zudem berichtete er aus der Arbeit der FW im Landtag. Das von den FW initiierte Volksbegehren zur Wahlfreiheit zwischen G 8 und G 9, das scheiterte, wertete Aiwanger trotzdem als Erfolg: „273 000 haben für das Begehren unterschrieben. In der Gymnasialdebatte ist damit etwas in Gang gekommen“, war sich der Abgeordnete sicher. Ein anderes Thema, für das sich die Freien Wähler einsetzen, sei die Stromtrasse: „Wir wollen keine derartige Trasse, die durch Bayern führt, vor allem nicht im Landkreis Landshut.“ Wenn die Gaskraftwerke in Bayern genutzt würden, sei die Stromtrasse vom Norden Deutschland in den Süden nicht notwendig. Auch die bessere Förderung der Breitbanderschließung werde die FW-Fraktion verfolgen.
Landrat Dreier gratulierte dem Ortsverband, der sich in den 25 Jahren nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich aktiv zeigte. Besonders dankte er für die Unterstützung während der Wahlwerbung. „Dieser Zusammenhalt ist auch in den südlichen Landkreis geschwappt“, berichtete Dreier. Dadurch konnten die FW bei den Kreistagsmandaten zulegen, auch mit den Jungen Wählern.


Wie als Bürgermeister könne er auch als Landrat seine Heimat gestaltet, zum Beispiel mit dem neuen Ausschuss „Wirtschaft, Energie und Regionalmanagement“. Dieser arbeite das Kreisentwicklungskonzept aus. Diese auf Jahrzehnte ausgelegte Strategie stelle die Handlungsgrundlage des Kreistags dar. Auch das Regionalmanagement mit der Stadt Landshut, das ab 1. August startet, falle in die Zuständigkeit des Ausschusses. Ein weiteres Vorhaben Dreiers ist die Gründung eines Landshuter Verkehrsverbunds, ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Stadt. Des Weiteren strebt der Landrat die Bewerbung des Kreises beim LEADER-Projekt der EU an. „Damit können wir Fördermittel beantragen, die den Gemeinden und Ortsteilen zugutekommen“, erklärte er. Bezüglich der Asylpolitik hielt Dreier weiterhin an der dezentralen Unterbringung fest. Eine Herausforderung für die Kommune seien die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die nach den Grundsätzen der Jugendhilfe behandelt werden müssen, was sich auf der Aufgabenseite bemerkbar macht.


Kreisvorsitzender Josef Popp erinnerte an die Gründung des Kreisverbandes vor 30 Jahren und die sukzessive Bildung der Ortsverbände. „Wir müssen uns wie ein Netz über den Landkreis verteilen“, zitierte er „FW-Gründervater“ Manfred Gößwald. Daher verfolge der Kreisverband das Ziel, die Ortsverbände zu vernetzen: „Gemeinsam wollen wir unsere Heimat gestalten, getreu unserer Linie, die Sachpolitik zu wahren.“
Zuvor feierten die Mitglieder mit Pfarrer Günter Müller in der Kirche in Egglhausen einen Dankgottesdienst.